Über die Idee zu unserem Projekt
Worum geht es in unserem Projekt?
Etwas mehr als die Hälfte der Bewohner*innen von Sachsen lebt in Kleinstädten mit weniger als 10.000 Einwohner*innen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass hier das Vertrauen der Menschen in die Demokratie aber auch in die Verwaltung geringer ist, als in größeren Städten. Kleinstädte sind zudem stärker von Problemen wie Abwanderung oder negativer wirtschaftlicher Entwicklung betroffen. Bürgermeister*innen aus Sachsen berichten uns von einem rauher werdenden Klima in ihren Städten. Zivilgesellschaftliche Initiativen erzählen von zunehmenden Anfeindungen gegen sie. Aus der Lokalpresse erfahren wir, dass antidemokratische Akteure, wie beispielsweise Reichsbürger, gezielt Keinstädte aufsuchen, um hier ihre Ideen zu verbreiten.
Während es in sächsischen Großstädten oder größeren Mittelstädten Beratungsangebote, Politische Bildung oder Vernetzung unter Engagierten gibt, gibt es diese Formate in Kleinstädten oftmals nicht. Somit entstand die Idee, gezielt Kleinstädte aufzusuchen und Hilfe anzubieten. Schließlich leben mehr als die Hälfte der Sachsen in einer Kleinstadt oder im ländlichen Raum.
Aus einer Kleinstadt im Erzgebirge erfahren wir von der Idee eines Stadtkümmerers. Die lokale Stadtverwaltung ist der Ansicht, dass es für mehr und lebendigeres Engagement und ein vertrauensvolles Klima zwischen Verwaltung und Bürger*innen eine kommunikative Schnittstelle braucht. Mit Hilfe von Fördergeldern gelingt es dann, eine Stelle als Stadtkümmerer zu schaffen.
Uns gefällt die Idee so gut, dass wir nicht nur beschließen mit der Stadt zusammenzuarbeiten - wir wollen auch die Idee des Stadtkümmerers weitertragen und diese für neue und innovative Ansätze im Bereich Zivilgesellschaft und Politischer Bildung nutzbar machen.
Gemeindekümmernde als neue Aufgabe für Stadtverwaltung oder Zivilgesellschaft
Mittlerweile haben wir verschiedene Ansätze identifiziert, die mit dem Prinzip des Gemeindekümmernden verbunden sind. Wir fanden weitere Städte in Sachsen, die neue Begegnungsorte schufen oder neue Modelle des Dialogs zwischen Bürger*innen, Kommunalpolitik und Verwaltung nutzten. Und wir vernetzem uns mit zivilgesellschaftlichen Vereinen oder Initiativen, die vor Ort Verantwortung übernehmen und neue Angebote im Bereich Bildung, Kultur oder Politischer Bildung schaffen.
Mit unserem Projekt wollen wir das Prinzip des Gemeindekümmernden in andere Kleinstädte tragen und dort weiterentwickeln. So setzen wir uns dafür ein, Verwaltung in Kleinstädten engagementfreundlich und bürger*innennah zu gestalten und mehr Vertrauen zwischen Zivilgesellschaft und Bürger*innen zu schaffen.
Sie haben weitere Ideen zum Thema oder Fragen? Prima. Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.
Mail: gemeindekuemmernde@cri.ong
Telefon: 0151 420 601 26